Die Einsetzung des Wesirs in sein Amt am Hofe des Pharao
|
Vergleich der
hohen Staatskunst der Ägypter mit der heutigen Staatsführung |
Meditation:
Wir sind der Annahme und der Auffassung, dass es rechtens ist die folgenden Inhalte zu veröffentlichen ohne verweis auf die Urheber und deren Rechte zu tätigen, da es sich bei den Texten um Weltkulturgut handelt, deren Urheber längst schon verblichen sind und deren Erben unsere heutigen Kulturen sind und somit jeder heute lebende Mensch.
Trotzdem verweisen wir auf ein Buch, in welchem derartige Texte zu finden sind.
Die Weisheitsbücher der Ägypter
Lehren für das Leben, Eingeleitet, übersetzt und erläutert von Hellmut Brunner Artemis
ISBN 3-86047-238-0
Ägyptische Lebensweisheiten heutigen Tages
So sprach seine Majestät zu ihm (dem neu ernannten Wesir) : Richte Dein Augenmerk auf die Amthalle des Wesirs, Überwache alles, was in ihr vorgeht: Bedenke, sie ist die Stütze des gesamten Landes. Bedenke, Wesir zu sein, bedenke, das ist nicht süß, bedenke, das ist bitter wie Galle. Bedenke, es ist das Erz um das Gold im Hause seines Herrn. . |
Betrachten wir uns zunächst einmal die Personen. Hier haben wir einen Pharao, einen Alleinherrscher, der zur Verwaltung seines emensen Reiches einen obersten Beamten einsetzt mit weittestgehenden Vollmachten ausgestattet.
Übersetzt auf einen demokratischen Staat, wie beispielsweise die Bundesrepublik Deutschland wäre demnach das Volk der Souverän, (vertreten durch den Bundespräsidenten?) wie es von den Politikern immer wieder beteuert wird und der Bundeskanzler demnach in der Rolle des Wesirs. |
|
Bedenke, der Wesir ist keiner der sein Gesicht Ministern oder Räten zuwendet, (andererseits) keiner, der alle anderen von sich abhängig macht. Bedenke, alles, was jemand in der Residenzverwaltung seines Herrn schafft, Das soll seine (des Herrn) Zufriedenheit sein, Für einen anderen Herren soll er nichts schaffen. Bedenke, Rechtsuchende kommen von Süden und Norden, das ganze Land ist bereit, (einen Spruch) in der Wesirhalle zu vernehmen.
|
Hier ein deutlicher Hinweis auf Nebenverdienste, der „Schwarzarbeit" der Beamten. Man bedenke, dass dieser Text aus dem Grab des Wesirs Thutmosis' III stammt und auf die Jahre 1490-1439 vor Christus datiert werden muss. Schon vor nahezu 3500 Jahren gab es also bessere und fairere Regelungen, als es heute, bei den ach so gebildeten Amtsträgern der Fall zu sein scheint.
Man könnte heute sagen, dass die Rechtsuchenden von linker und rechter Gesinnung und Überzeugung sind. Also sollte im Amt eine wertfreie Gesinnung vorherrschen. |
|
Sieh Du zu, dass alles nach dem Recht vor sich geht, Dass jedem Mann zu seinem Recht verholfen wird. Bei einem Beamten, der öffentlich Recht spricht, Berichten Wasser und Luft über alles was er tut, Und jedermann kennt seine Handlungen. |
Hier wird deutlich gemacht, dass der Bundeskanzler (Verzeihung, der Wesir) darauf zu achten hat, dass jedermann zu seinem Recht kommen kann und dieses Recht soll wie wir bereits gesehen haben und in der Folge auch klar ausgedrückt wird, wertfrei jedem ein Minimum des Auskommens mit dem Einkommen ermöglichen. Hier werden auch wieder durch Wasser mehr die Emotionen und durch die Luft die rein geistigen Kräfte im Volk und dem einzelnen Menschen gebraucht, wie das schon im Menüpunkt ELEMENTE verdeutlicht wurde.
|
|
Bedenke, es bedeutet einen Schutz der Beamten, nach den Weisungen zu handeln, Indem er genau das tut, was dort (dem Rechtssuchenden) zugesagt ist. |
Hier ein deutlicher Hinweis darauf, dass es schlicht unmöglich ist, den Leuten eine Demokratie mit sozialer Absicherung des Lebensminimums angesichts einer sozialen Marktwirtschaft zu verkaufen und dann nicht dazu zu stehen, was sich in den Ergebnissen der letzten diesjährigen Wahlen deutlich äußerte. Das gleiche gilt für den immer noch weitentgehenden Punkt Menschenrechte, der zu großen Teilen nur auf dem Papier zu stehen scheint und dessen Verwirklichung vieler Orts noch sehr zu wünschen übrig lässt und anderes mehr. Man wüsste schon damals anscheinend, dass es sonst Unruhen gab und gibt, denen dann die Beamten schutzlos ausgeliefert sind.
|
|
Dann kann ein Rechtsuchender , den er beschieden hat nicht sagen: „Ich habe mein Recht nicht bekommen." Bedenke, im Buch von Memphis steht der Spruch: „Milder König, gerechter Wesir." |
Allem Anschein nach scheint sich auch durch diesen Passus zu bestätigen, wie es die Bibel auszudrücken versucht, „Die Spatzen pfeifen es von den Dächern". Hier wieder ein Pseudonym für Mitteilungen in Form von Vögeln, die Luftbewohner und daher in direktem Zusammenhang mit dem durch LUFT versinnbildlichten Geist. Heute würde man vielleicht Mails, Telefonate, Briefpost dazuzählen und nicht zuletzt brachten Brieftauben Nachrichten von Ort zu Ort. Darüber hinaus, waren die Grundbedürfnisse aller durch das Dazutun des Obersten Beamten gesichert, konnte der König milde und der Beamte gerecht sein, da es keinerlei Unruhen zu befürchten gab, die nicht zu Recht bekämpft werden konnten, was allen die Möglichkeit eines ruhigen Gewissens gab und entschlossenes Auftreten ermöglichte, da keine Einzelinteressen im Wege stranden.
|
|
Hüte Dich aber auch vor dem, was da von dem Wesir Cheti berichtet wird: Es heißt nämlich, dass er Leute seiner Verwandtschaft gegenüber anderen benachteiligt habe aus Furcht, man könne ihm sagen, er habe sie begünstigt. Wenn dann einer von ihnen Berufung einlegte gegen ein Urteil, das er gerade vollstrecken wollte, dann bestand er darauf, ihn zu benachteiligen. Aber das ist eine Übertreibung der Gerechtigkeit.
|
Ein deutlicher Hinweis darauf, dass nicht einmal Verwandte bevorzugt werden sollen und sich ebenfalls vor Benachteiligungen der Verwandten zu hüten sei. Hieraus ist auch eine Wertfreiheit in diesem Punkt abzuleiten und bereits die Grundregeln des Yoga vom Gleichgewicht und der Wertfreiheit sind hier zu erkennen. Weiterhin wird uns auch noch klar, dass hier bereits die Karmischen Gesetzte bestens bekannt gewesen sein durften und Einzug in die aktuelle Politik der Pharaonen gehalten hatten. |
|
Doch Gott hasst Parteilichkeit. Das Folgende ist die Lehre, Nimm dir vor, danach zu handeln: „Sieh den, den Du kennst, an wie den, der dir unbekannt ist, Den der Dir nahe steht, wie den, der Dir fern ist." Der Beamte, der entsprechend handelt, Der wird in dieser Stellung erfolgreich sein.
|
Wie in der vorigen Spalt beschrieben ein erneuter Hinweis auf Überparteilichkeit des Amtes des Bundeskanzlers (Verzeihung, des Wesirs) der ohne Ansehen der Person und des Parteibuches sein Amt zu wahren und seine Leistungen zu erbringen hatte. Erst wenn diese vorgenannten Punkte perfekt gelöst sind, wird hier dem Beamten eine erfolgreiche Stellung zugebilligt. |
|
Übergehe keinen Rechtssuchenden, bevor Du seinen Worten Aufmerksamkeit geschenkt hast. Wenn ein Rechtsuchender dabei ist, Dich anzurufen, Dann weise ihn nicht deshalb ab, weil das, was er sagt, schon früher gesagt worden ist. |
Man sollte sich auch einmal grundlegend darüber Gedanken machen, ob nicht dieser Tipp auf die Mitglieder der alten Bundesregierung anzuwenden ist, die wahrlich nicht zum Besten nach diesen Weisungen gehandelt zu haben scheinen und derzeit in der Rolle der Bittsteller sind per Volksentscheid. Hier macht der Altbundeskanzler auch keine rühmliche Ausnahme, der diese Texte nicht einmal zu kennen scheint und mit Sicherheit nicht in seine Amtgebaren einfließen ließ, wie es den Anschein hat. Berücksichtigt man die neuesten Nachrichten mit den zu erwartenden Bevorzugungen von Amtsträgern in den in Frag kommenden Legislaturperioden seiner Regierungszeiten und die damit verbundenen Zahlungen und Leistungen, angefangen von hörenden Versorgungsansprüchen bis hin zu fraglichem Verbleib angeblicher Parteispenden.
|
|
Weise ihn nur ab, wenn Du ihn hast hören lassen, Weshalb Du ihn abweist. Man sagt ja: „Einem Bittsteller ist es wichtiger, dass man seine Rede aufmerksam anhört, als dass man erfüllt, weswegen er gekommen ist."
|
Diesen Weg geht die derzeitige Regierung auch nicht ganz mit, da es doch noch nicht soweit gekommen ist, dass sie die Argumente der Gegner mit vernünftigen, Taten untermauerten eigenen Argumenten hin zu Besserem entkräften kann und durch entsprechende Taten unter Beweis stellt, indem sie zukunftsfördernde Maßnahmen und kein Flickwerk auf den Weg bringt. |
|
Sei nicht zu Unrecht zornig gegen einen Mann, Sei nur zornig, wo Zorn am Platze ist. |
Mit Sicherheit ist hier gemeint, man sollte die Äußerungen des politischen Gegners nicht persönlich nehmen und nicht auf diejenigen zornig sein, die ihre Meinung vertreten, auch wenn die Wahrheit unbequem und der Überbringer wahrer Aussagen all zu leicht in den Verruf kommt als Qirrulant oder gar bis zum Provokateur geschildert wird und dadurch Gefahr läuft, den Zorn der Obrigkeit auf sich zu laden.
|
|
Benimm Dich respektheischend, Auf dass man Dich respektiere; Ein wahrer Beamter ist nur einer, den man respektiert. Bedenke, das Ansehen eines Mannes beruht darauf, dass er die Ma`at ausführt.
|
In Anbetracht des gesamten Konsenses ist zu bedenken, dass hier mit respektheischend doch wohl nur gemeint sein kann, sich Respekt im gesamten Sinne der ordentlichen und sinngemäßen Pflichterfüllung erheischen zu sollen, was dann auch dauerhaften und wiederkehrenden Erfolg (Wiederwahl des Bundeskanzlers) bedeuten soll. |
|
Wenn aber ein Mann übermäßig Respekt einflößt, dann sagt man: „Mit ihm stimmt was nicht", Man sagt (von ihm) nicht: "Das ist (mal) ein Mann!" Ferner sagt man folgendes: Ein Beamter, der die Unwahrheit sagt, der gilt soviel, wie er verdient.
|
Bedenkt man hier, dass es zur Zeit der Pharaonen in Ermangelung der heutigen Kommunikationsmittel nicht viel andere Möglichkeiten als die Todesstrafe zur Tatvereitelung gab (Passbild und Einsicht derselben und deren Vervielfältigungen waren immerhin noch in weiter Ferne), ist es nicht von der Hand zu weisen, dass auf Betrug in wichtiger Angelegenheit die Todesstrafe stand. Dann bekommt der Spruch einen tieferen Sinn, indem man dieser Geltung des Beamten dann nichts mehr beizumessen hat, gilt er doch als „Toter Mann". |
|
Du aber wirst erreichen, dieses Amt auszufüllen, indem Du Ma´at tust. Bedenke, Ma`at ist das, was man vom Verhalten des Wesirs erwartet. Bedenke, der Wesir ist ihr korrekter Hüter seit der Zeit Gottes (auf Erden). Bedenke, wie man den Oberschreiber des Wesirs bezeichnet: „Schreiber der Ma`at" nennt man ihn. |
Laut oben erwähnter Übersetzung ist Ma`at: Wahrheit, Ordnung, Richtigkeit, Recht, Gerechtigkeit, und zwar sowohl in der Natur (Jahreszeiten, Fruchtbarkeit) als auch in der Menschenwelt (staatliche und gesellschaftliche Ordnung, Gesetz, Steuern, auch die richtige Bezeichnungen in Familie, Beruf, Nachbarschaft, zum König.) Anerkannte Normen in Sitte und Recht- Die Ma`at wurde der Welt bei der Schöpfung als ordo mundi mitgegeben. Die Menschen können sie stören oder missachten, und sie neigen dazu. Doch ist ihnen die Erkenntnis der Ma`at und ihre Beachtung als Aufgabe gestellt, und die Lebenslehren sollen ihnen dazu helfen.
|
|
Was die Halle angeht, in der Du Recht sprichst, in ihr ist ein Raum für viele Papyrusrollen mit Entscheidungen. Wer die Ma`at herstellen soll vor aller Welt, das ist der Wesir.
|
Hier nochmals eine eindringliche Stellenbeschreibung des Bundeskanzlers (Verzeihung, des Wesirs) mit dem Hintergrund, dass er in Präzedenzfällen Orientierung erhalten kann, sofern diese den Anforderungen der Ma`at genügen. |
|
Bedenke, ein Mann behält sein Amt, wenn er seinem Auftrag gemäß handelt; Wohl ergeht es dem Mann, der so handelt, wie ihm geheißen ist. Handele nicht willkürlich in einem Fall, in dem Dir das (einschlägige) Gesetz bekannt ist. Was den Eigenmächtigen betrifft: Der König zieht (selbst) den Schüchternen dem Eigenmächtigen vor. Handele Du also nach Deinem Auftrag. Bedenke, das also steht Dir bevor.
|
Und wiederum ein gezielter Hinweis unseres (Pharao, dem Souverän) Bundespräsidenten an den Herrn Bundeskanzler für das Volk (Verzeihung, den Wesir) mit der richtigen Handhabung der Politischen Aufgaben auch auf Dauer wählen gewinnen zu können und dadurch seinen Arbeitsplatz fast unendlich, beschränkt nur durch Lebenszeit sichern zu können.
Man sollte nicht meinen, wie schnell doch die Zeit vergeht und man kann sich so schlecht an neue Namen gewöhnen, wenn man durch die Jahrtausende reist und allerhand Volk und Gesellschaftsformen kennen lernt. |
Natürlicherweise werden auch Sie noch ergänzende Punkte finden und unsere geschätzten Fachleute der Philosophie u.a. werden sicherlich in Kürze entsprechendes ergänzendes Material liefern, damit unseren Herrn Politikern ein neuer Leitfaden modernen Verhaltens passend für die Demokratie mit entsprechend neuen, modernen Worten zusammenstellen und wird der alte Sinn nicht veränderbar und genau so richtig sein und bleiben.

Diese
Seite wurde bereits 1999 geschrieben
und ist Bestandteil der Homepage Meditationen.
1997/8 wurde diese
Seite an Personen
des öffentlichen Lebens per Fax versendet,
wenn auch in einer etwas
abgeänderten Form.
Copyright © August 2001, Matthias Mathey.
Zur Startseite
und damit
zur gesamten Homepage www.euro-visions.de