| Gewerkschaften Europas | |
| Bei ständig
anwachsender Globalisierung und zunehmender Vernetzung der
verschiedensten Lebens- und Geschäftsbereiche weltweit ist es nicht
verwunderlich, dass auch die Arbeitnehmervertretungen weltweiter
Vernetzung zustreben und im laufe der Zeit gemeinsame Aktivitäten nicht
nur planen, sondern auch generalstabsmäßig weltweit durchführen
werden.
Gerade in jüngster Zeit wird immer deutlicher, dass die europäischen Unternehmer bewusst oder unbewusst die Löhne durch verschiedene personalpolitische Tricks und Manipulationen drastisch senken und gerade dem klein und mittelständig arbeitenden Unternehmen sind hier weitgehend die Hände gebunden und diese Unternehmen geraten zunehmend ins Hintertreffen und werden schließlich bald in die Situation gezwungen auf Seelenverkäufer oder auch so genannte „Arbeitsvermittler" oder auch „Zeitarbeitsfirmen" zurückgreifen zu müssen und ihr oft jahrelang unter Verlusten gehaltenes Personal zu entlassen. Diese Tendenz zeigt sich ab, wenn wir in Deutschland einerseits die groß angelegte, und von der CDU/CSU durch Ablehnung eines entsprechenden Gesetzesentwurfes, geförderte „Schwarzarbeit" betrachten, die besonders durch weit unter Tarif entlohnte Arbeiter aus Polen und anderen Staaten gefördert werden, die einerseits deutsche Arbeiter auf dem Arbeitsmarkt frei setzen und der Arbeitslosenkasse belastend anheim fallen und andererseits Busseweise nach Holland zur Arbeit fahren und hier ebenfalls weit unter normalen holländischen Bedingungen und oft ohne Kündigungsschutz arbeiten und die dortigen Kassen durch Freisetzen der holländischen Kräfte belasten. Alles Gelder, die EU weit wesentlich besser genutzt werden könnten und andern Ortes in den entsprechenden Kassen Arbeitsplatz fördernd fehlen. Es ist nicht zu erwarten, dass sich diese Verhältnisse dadurch ändern, wenn die EU durch Mitgliedserweiterung den übrigen künftigen Staaten gleiche Lohn- und Arbeits- Bedingungen bietet, sondern eine Änderung tritt erst darin Kraft, wenn Europa sich dazu durchringen könnte, ein gemeinsames Tarifgefüge zu schaffen, welches geringfügig und ortspezifisch angepasst sein könnte, allerdings Gewährleistung bietet, dass ein vernünftiges Kalkulieren ermöglicht wird und Preisstabilität dadurch möglich wird. Die Tendenz kann nicht sein:
Sondern eher:
Wobei zu berücksichtigen ist, dass:
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Es dürfte wohl
klar sein, dass bei ausgewogener Lohnpolitik unter der Berücksichtigung
des Grundrechtes zur Eigentumsbildung Nachfrage größeren Stiles
möglich ist und wird und somit bei vernünftiger Preisgestaltung auch
bei einer Gewinnbeteiligung der daraufhin sorgfältiger und
interessierter arbeitenden Arbeitnehmer geweckt wird, was wiederum die
grandiosen Zukunftsaufgaben vor denen wir nun stehen erheblich und
wesentlich zu lösen hilft und zudem wesentliche finanzielle Mittel
erbringt, die zur Lösung der vor genannten Aufgabenbewältigung
beitragen können.
Dieses alles geht aber nicht, wenn nicht schleunigst innerhalb Europas damit begonnen wird, Gewerkschaftsvereinigungen unter einem Europäischen Dachverband zu gründen, der auch die Einsätze bei wesentlichen, Europa betreffenden Dingen organisieren und entscheidend mit beeinflussen kann. Hier denken wir nur einmal an das Chaos, welches vermutlich eintreten würde, wenn Tausende europäischer Arbeiter zu Demonstrationen nach Berlin fahren würden und hier beispielsweise für Arbeitsrechte, Arbeitsbedingungen oder Arbeitslöhne demonstrieren würden. Hier gäbe es keine Möglichkeit der Einreiseverweigerung, wie dieses eventuell bei Fußballrowdies der Fall sein könnte, die sich zu allem Übel diesen Veranstaltungen aus reinem zweifelhaften „Vergnügen" anschließen könnten was zu Aufgabenstellungen führen könnte, denen nicht nur die deutsche Polizei nicht mehr gewachsen wäre. Dieses wäre auch für Frankreich, England oder Italien denkbar. Darum muss hier auch dringend für Ordnung gesorgt und Vorsorge getroffen werden. Da die Kirchen in unserem Lande weitgehend dadurch zum Mindesten in zweifelhaftem Ruf sind, dass sie zwar in ihren Sozialpapieren von all diesen Dingen reden, diese von der Gesellschaft einfordern, in den eigenen Häusern allerdings anders vorgehen und anscheinend weder tarifliche Arbeitsbedingungen noch Gleichberechtigung verwirklichen, fallen die Möglichkeiten dieser Organisationen weitgehend aus und ist im Übrigen auch nicht wünschenswert, da es noch nie gut war, wenn sich Religion und Staat all zu sehr verbrüderten. Kein Wunder, wenn die Kirchen sich nicht füllen. So bleibt letztlich nichts anderes übrig, dass die „Kleinen Leute", jene, die gesetzestreu und pflichtbewusst ihrer Arbeit nachgehen und die große Mehrheit in Deutschland und im gesamten Europa darstellen, gleichgültig ob als Freiberufler, Selbständige oder Gewerkschaftler dafür Sorge tragen, dass weltweit auch die Urbevölkerungen nicht am Überleben gehindert werden, denn immerhin sind wir hier auch nichts anderes als „verkleidete" Kelten, Slaven Germanen und anderes mehr.
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Copyright © August 2001, Matthias Mathey.
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