Bischöfe fordern?
"Gemeinsame Stellungnahme des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und des Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland zum Konvent zur Zukunft Europas"

Hier verlangen die Kirchen eine besondere Stellung in Europa.
Dieses besonders in den folgenden Abschnitten:
  • Partnerschaftlicher Dialog
  • Verankerung der christlichen Prägung Europas in einer Präambel


Nun wissen wir alle, dass nicht zuletzt die christlichen Kirchen wesentlich dazu beigetragen haben, die ursprünglichen christlichen Werte zu instrumentalisieren und dadurch und durch verschiedentlich massiv aufgetretene Geltungssüchte diese nicht immer gerade das beste Beispiel in Europa abgeliefert haben.

Dieses ist halt eine geschichtliche Tatsache, wenn man den Aufzeichnungen glauben darf. Ob nun die anderen Religionen und Naturreligionen schlechter waren und deren Werte nicht so lauter gewesen sind, lässt sich wohl schwerlich nachweisen, da die Aufzeichnungen der Römer sicherlich verzerrte Darstellungen wiedergeben, was von den Beschreibungen der Kirchen ebenfalls zu befürchten ist, betrachten wir hier nur die Darstellungen aus der jüngsten Geschichte bezüglich afrikanischer oder indianischer Geschichten und Religionen.

Erinnern wir uns an das Verhalten der Kirchen im Mittelalter, so sehen wir ein weiteres Beispiel, wie christliches prägen in Europa auch nun einmal ausgesehen hat und hier sind zahllose Beispiele möglich, angefangen von den Verfolgungen der israelischen Bevölkerungen bis hin zu anderen Extremen die hier stattgefunden haben.

Angefangen von den Germanen, Kelten und auch slavischen Naturreligionen, welche ebenfalls ihre Einflüsse heute noch in Europa haben bis hin zu den Maurischen Einflüssen und den Islamistischen und Mohamedanistischen Einflüssen, die teilweise durch die doch sehr christliche Einstellung und hier im 

 

Besonderen durch die Übernahme von Festtagen und zahllosen anderen Beispielen sichtbar werden könnten diese Religionen und Religionsgemeinschaften ebenfalls solche Berücksichtigungen verlangen, da ihre jeweiligen Einflüsse auch erhebliche Folgen auf die europäische Geschichte und das jetzige Erscheinungsbild Europas haben und hatten. In jüngster Zeit kommen noch immer mehr die asiatischen Religionen hinzu, die ihre Spuren bereits bei den Hunnenstürmen und unter Marco Polo ebenfalls in Europa hinterließen, hinzu.

Grundsätzlich sollte bedacht werden, dass fast immer in der Geschichte eine Verknüpfung von Religion und Staat Unheil brachte und nicht umsonst gibt es das Bibelwort:

"Gebt dem Kaiser (Staat) was des Kaisers ist und Gott (Religionen) was Gottes ist."

So gesehen kann allerdings sicherlich keine Religion besondere Berücksichtigung finden und es ist daher dringend notwendig, dass sich die Religionen eigenständig um einen vielleicht "Europäischen Religionsrat" kümmern, der ähnlich wie die staatspolitische 
Seite organisiert sein könnte und so mit einer Stimme die Religionsangelegenheiten, die für alle gleiche Bedingungen gewährleisten müssen vor dem Staat geltend machen können. 
Dieses braucht ja nicht ein ständige Organisation zu sein, sondern dieses Gremium könnte in zwei Jährigem Abstand Tagen, ähnlich wie die derzeitigen Kirchentage.

Angesichts dieser Betrachtungen sind viele Freunde des Internationalen Freundeskreises 2000 strikt gegen eine besondere Berücksichtigung der christlichen Religionen in einem europäischen Verfassungswerk.
Allerdings direkt und unbedingt für Religionsfreiheit uneingeschränkt, sofern die jeweiligen Religionen mindestens die europäischen Gesetze und die Menschenrechte einhalten und unterstützen.

Will man Streit vermeiden, darf man niemanden bevorzugen oder benachteiligen wollen.

 

Copyright © August 2001,   Matthias Mathey.    Zur Startseite und damit 
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